Ausbildungskonzept

 

1. Allgemeine Vorbemerkungen
Die Gallbergschule hat Interesse an der Ausbildung von Lehrkräften. Als Stammschule bieten wir Ausbildungsplätze, für die momentan Ausbildungslehrkräfte der folgenden Fächer zur Verfügung stehen: Mathematik, Deutsch, Englisch, Biologie, Kunst, Sport und Technik. Für die Ausbildung der Laufbahn des Grund- und Hauptschullehrers arbeiten wir mit verschiedenen Grundschulen, vorrangig mit der St.Jürgen Grundschule und der Wilhelminen Grundschule, zusammen.
Die Qualifizierung der Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst (im Folgenden LiV) richtet sich nach den Vorschriften der APO, den allgemeinen Ausbildungsstandards und dem Schulprogramm der Gallbergschule.
Die Gallbergschule ist eine Gemeinschaftsschule mit heterogenen Lerngruppen. Dem entsprechend soll die LiV befähigt werden, differenzierten Unterricht in unterschiedlichen Jahrgangsstufen zu planen und durchzuführen.

2. Aufgabenbereich der Schulleitung
Die Schulleitung wählt die Ausbildungslehrkräfte (Mentoren) unter Berücksichtigung ihrer Qualifikation bezüglich der APO aus.
Die Schulleitung erstellt als unmittelbare dienstliche Vorgesetzte der LiV und Mitglied der Prüfungskommission im 3. Ausbildungssemester die dienstliche Beurteilung auf Grundlage der Ausbildungsstandards. Hierfür nimmt die Schulleitung so oft wie möglich an den Unterrichtsbesuchen und den anschließenden Stundenbesprechungen der Seminarleiter und den Modulen teil. Die entsprechenden Unterrichtsvorbereitungen, von denen sich mindestens eine pro Halbjahr an den Anforderungen der Prüfungslehrprobe orientiert, müssen alle der Schulleitung vorgelegt werden. Zudem behält sich die Schulleitung weitere Unterrichtsbesuche vor; zur Vorbereitung dieser ist eine Verlaufsskizze mit Angabe der Lernziele/Kompetenzen anzufertigen. Desweiteren informiert sich die Schulleitung regelmäßig bei den Mentoren über die Ausbildungsfortschritte.
Am Ende des 1. Und 2. Ausbildungssemesters führt die Schulleitung mit der LiV ein Gespräch zur Reflektion über den Stand der Ausbildung. An diesem Gespräch nehmen beide Mentoren teil.

3. Aufgabenbereich der Ausbildungslehrkräfte
Grundsätzlich sind alle Kolleginnen und Kollegen bereit, die Ausbildungsarbeit an unserer Schule zu unterstützen, indem sie der LiV in allen Fragen des Schulalltags hilfreich zur Seite stehen bzw. ihren Unterricht für Hospitationen der LiV anbieten.
Ausbildungslehrkräfte stellen sich freiwillig dieser Aufgabe und sollen, falls dies noch nicht erfolgt ist, möglichst rasch den Erwerb des Zertifikats als Ausbildungslehrkraft anstreben.
Die Ausbildungslehrkräfte leiten die LiV an, beraten und unterstützen sie in der schulischen Bildungs- und Erziehungsarbeit mit Blick auf die Ausbildungsstandards. Insbesondere in den ersten Schultagen beraten die Ausbildungslehrkräfte die LiV intensiv über Inhalte und Methoden des Fachunterrichts.
Die Unterrichtsermäßigung verbleibt bei den Ausbildungslehrkräften und ist als wöchentlich stattfindende Hospitations- und Besprechungsstunde im Stundenplan festgelegt. Die Vorbereitungs- und Nachbereitungszeit der Ermäßigungsstunden dient ebenfalls der unterstützenden Beratung. Die Ausbildungslehrkräfte führen Protokoll über die Beratungsgespräche. Die Protokolle beinhalten neben Datum, Zeitumfang stichwortartig die Inhalte und Absprachen der Gespräche. Das Ausbildungskonzept der Schule und die Ausbildungsstandards sind Bestandteil der ersten Beratungsgespräche. Die Protokolle sind von der LiV gegenzuzeichnen. Die jeweils tätigen Ausbildungslehrkräfte tauschen sich untereinander, aber auch zusammen mit dem LiV aus über die erwartete unterrichtli-che Arbeit der LiV.
Zu Beginn der Ausbildung und jeweils nach sechs Monaten finden zwischen der LiV und den Ausbildungslehrkräften Orientierungsgespräche statt.

4. Aufgabenbereich der LiV
Die LiV nimmt an der vorbereitenden Dienstversammlung in der unter Umständen unterrichtsfreien Zeit teil.
Die LiV beginnt am ersten Schultag mit ihrem eigenverantwortlichen Unterricht nach Plan; vorherige Hospitationen werden auf Wunsch gerne ermöglicht. Die LiV unterrichtet in der Regel 10 Stunden eigenverantwortlich in ihren studierten Fächern. Dabei wird der Einsatz entsprechend der Laufbahn (G+H, RS) geplant. Zwei weitere Stunden (eine pro Fach) werden unter Anleitung der Ausbildungslehrkräfte erteilt Hierbei liegt die Verantwortung über die Unterrichtsinhalte bei der Ausbildungslehrkraft. Der Unterricht wird gemeinsam geplant und von der LiV ausgeführt. Dazu kommt jeweils eine verpflichtende Hospitationsstunde in jedem Fach. Weitere Hospitationen sind jederzeit möglich und wünschenswert. Der hospitierte Unterricht wird für das Portfolio dokumentiert.
Die LiV nimmt an allen Konferenzen, Elternsprechtagen und an den sie betreffenden Elternabenden teil. Ihre Mitarbeit an Fach- und Klassenteams ist verpflichtend. Aufgaben, die zur Klassenleitung gehören, werden in Absprache mit den Klassenlehrkräften übernommen. Die Übernahme von Aufsichten gehört ebenfalls mit zu ihren Verpflichtungen. Die LiV soll sich aktiv und eigenverantwortlich an der Gestaltung unserer Schule beteiligen. Dazu gehören unter anderen Projekttage und Sportveranstaltungen. Ebenso nimmt die LiV an Wandertagen oder Klassenfahrten teil.
Der gesamte tägliche Unterricht der LiV ist schriftlich vorzubereiten. Diese Vorbereitungen müssen auf Nachfrage vorgelegt werden können. Für die Hospitationsstunden muss eine Verlaufsskizze mit der Angabe von Zielen/ Kompetenzen vorliegen. Pro Fach muss in jedem Ausbildungshalbjahr zu einem selbstgewählten Unterrichtsthema eine ausführliche Sachanalyse angefertigt werden. Diese ist bei den Mentoren vorzulegen.

5. Kooperation mit anderen Schulen
An der Bruno-Lorenzen-Schule leitet Frau Graf das Netzwerk der LiVs für den Schleswiger Raum. Die Teilnahme daran wird von der Schule ausdrücklich gewünscht. Das Netzwerk findet immer Dienstag in der 3. Und 4. Stunde statt. Dies wird bei der Verteilung der Unterrichtsstunden berücksichtigt.